Zeit eines Augenblicks, 2025
Was ist Zeit?
Wie lange dauert ein Moment?
Wo beginnt die Vergangenheit?
Drei Sekunden dauert die Gegenwart in unserer Wahrnehmung, heißt es. Doch wie lange erscheint der Moment im Rückblick? Wenn wir erinnern, können kurze Augenblicke wie eine Ewigkeit scheinen.
Diese Arbeit ist der psychologischen Dimension von Zeit gewidmet. Hier geht es um Zeitwahrnehmung, Zeitgefühl und dem Wunsch unwiederbringliche Momente festzuhalten.
Die Metapher der Zeit und wie sie unaufhaltsam verrinnt und oft erst viel später an Bedeutung und Größe gewinnt, wird in dieser Arbeit visuell aufgegriffen:
Die Hand, zum Teil nur schemenhaft sichtbar als Fragmente und Finger, symbolisieren das menschliches (Er)Leben, das Körperliche. Der Sand ist das Sinnbild für die Zeit.
6 monochrome Fotos wurden unterschiedlich zusammengesetzt in 6 Collagen á 3x2 Fotos (bei 720 Kombinationsmöglichkeiten). Sie zeigen wie subjektiv die Wahrnehmung des Augenblicks in der Rückschau und wie abhängig sie vom Betrachtenden ist. Wie fing alles an? Wo tanzte der Moment das Finale? Und wie war die Choreografie dazwischen? Puzzleteile zusammengesetzt zu einer neuen Wahrheit. Eine Wahrheit über die Vergangenheit, die so subjektiv ist wie das Erleben des Moments. Und der ewige Wunsch nach dem Festhalten unwiederbringlicher Momente, mit den einhergehenden Gefühlen von Wehmut, Trauer, Wut und Sehnsucht. Und gleichzeitig ist da die Schönheit und Intensität, die nur in der Vergänglichkeit (der Momente) geboren werden.
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