Am Fenster, 2021 - 2025 (Auswahl)

F e n s t e r  faszinieren mich seither als Beobachtungsmedium, als Schutzglas, als Filter zur und aus der Welt, als Fernglas für den Voyeuristen (noch mehr seitdem ich Mama meines dritten Kindes bin). Sie laden mich ein, essentielle Fragen zu stellen…

Was ist draußen – was ist drin? Wo finde ich Schutz in dieser Welt voller Krisen, Katastrophen, Ohnmacht? Wo bin ich in der Beobachterperspektive? Kann ich mich hinter Glas zum Geschehen distanzieren? Und wo spiegele ich mich im Fenster als Abbild dieser Welt?

Und wo bin ich überhaupt? Bin ich drinnen? Bin ich draußen? Wo ist wo? Auf welcher Seite stehe ich? Licht? Schatten?
Bin ich nicht immer die Welt und die Welt bin ich? Spiegelt sich das Außen in meinem Inneren wider – und mein Inneres in der äußeren Welt?
Brauche ich mit wachsenden Jahresringen ein dickeres Fenster–Glas? Was möchte und kann ich nicht (mehr) sehen?
Und mit welcher Sehnsucht schauen junge Kinderaugen in diese Welt?

Ich spüre Melancholie mit Blick auf die Welt, sehne mich nach bleibender, tief fühlender Liebe und Entschleunigung –  statt nach schnellen und rauschenden, oberflächlichen Erlebnissen.
Ist da Isolation und das Gefühl der Fremdheit in einer Welt, die von Kälte und Unmenschlichkeit geprägt ist?
Ich möchte Geborgenheit, Halt und Schutz geben. Und wo kann ich mich abgrenzen hinter dem Fenster?
Wie fragil doch der Augenblick ist.

 

(Inspiriert hat mich dazu das Lied der Band City „Am Fenster“, in dem die Gedanken und Gefühle eines Menschen, der am Fenster steht und auf die Welt schaut, thematisiert werden.)

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